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Goal
Angehörige von Menschen mit Demenz verfügen über mehr Resilienz, Gesundheitskompetenz und Sicherheit im Umgang mit den Herausforderungen der Betreuung. Belastung und Burnout-Risiko werden reduziert, die Lebensqualität der Angehörigen verbessert und die Versorgung von Menschen mit Demenz gestärkt. Gleichzeitig entwickelt und evaluiert BALANCE ein evidenzbasiertes und übertragbares Modellprogramm für die nachhaltige Unterstützung pflegender Angehöriger.
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Challenge
Angehörige tragen die Hauptlast der Demenzbetreuung – und sind dabei hoher psychischer und physischer Belastung ausgesetzt. In der Schweiz leben rund 161’100 Menschen mit Demenz (2024), davon etwa 10’665 in beiden Basel; über 60 % werden zu Hause betreut. Rund 70 % der Angehörigen berichten eine hohe oder sehr hohe Belastung; die Burnout-Rate wird in der Schweiz auf 20–30 % geschätzt, das Risiko für Depression, Angst und soziale Isolation ist signifikant erhöht. Gerade in Basel bestehen trotz spezialisierter Beratungsangebote Versorgungslücken bei der psychosozialen Unterstützung.
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Need for Action
Es braucht wirksame und zugängliche Entlastungsangebote, die Angehörige stärken, bevor Überlastung zu Krankheit, sozialem Rückzug oder einer Heimeinweisung führt. Angesichts eines prognostizierten Anstiegs der Demenzfälle um 117 % bis 2050 ist die Stärkung von Resilienz und Gesundheitskompetenz pflegender Angehöriger ein zentraler Hebel für die langfristige Sicherung der Versorgung. BALANCE schliesst diese Versorgungslücke und schafft mit wissenschaftlicher Evaluation die Grundlage für eine nachhaltige Verankerung.
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Measures
Kern von BALANCE ist ein evidenzbasiertes Stress- und Resilienzprogramm, erbracht durch das Heart-Based Center Basel. Grundlage bildet ein individuelles neurophysiologisches Stressprofil jeder teilnehmenden Person (Fragebogen, Stresshormone, neurobiologische Analysen, Herzfrequenzvariabilität). Daraus werden personalisierte Interventionsmodule abgeleitet, die Neurofeedback-Regulation, achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, Gesundheitsförderung und evidenzbasierte Resilienzstrategien miteinander verbinden.
Das Angebot richtet sich an die Selbsthilfegruppen von Alzheimer beider Basel. Die ersten 100 Teilnehmenden werden randomisiert einer Interventionsgruppe (BALANCE) oder einer Kontrollgruppe (Standardversorgung) zugeteilt; die Kontrollgruppe erhält nach Studienende ein instruktives Coaching zum eigenen Stressprofil. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt mit der Universität Basel als randomisierte kontrollierte Studie (RCT); die Genehmigung wird bei SwissEthics eingeholt.
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Cooperation Partner
Heart-Based Center, Basel – Erbringung des BALANCE-Programms und Coaching
Your Prevention – Fachpartner für Prävention und individuelle Stressanalysen
Universität Basel – wissenschaftlicher Partner (Studiendesign und Evaluation)
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Impact
Auf individueller Ebene reduziert BALANCE Stress und Burnout-Risiko, stärkt Resilienz und Gesundheitskompetenz und verbessert die Lebensqualität pflegender Angehöriger. Die betreuten Menschen mit Demenz profitieren von stabileren Betreuungssituationen und einer höheren Versorgungsqualität. Auf gesellschaftlicher Ebene kann BALANCE dazu beitragen, Heimeintritte zu verzögern, Gesundheitskosten zu reduzieren und die langfristige Versorgung von Menschen mit Demenz zu stärken. Als Modellprojekt ist das Programm auf weitere Regionen und Zielgruppen übertragbar.
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Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
BALANCE verbindet erstmals ein individualisiertes neurophysiologisches Stressprofil mit einem strukturierten, evidenzbasierten Resilienzprogramm für Angehörige von Menschen mit Demenz – in einem methodisch strengen RCT-Design. Damit schliesst das Projekt eine konkrete Forschungslücke und schafft zugleich ein praxisnahes, übertragbares Versorgungsmodell.
Die Heart-Based Medicine Foundation entwickelt und erprobt gemeinsam mit Fach- und Forschungspartnern menschenzentrierte Gesundheitsmodelle. Die Verbindung von Versorgung, Forschung und praktischer Umsetzung ermöglicht es, innovative Ansätze nicht nur zu testen, sondern langfristig in die Regelversorgung zu überführen.