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Goal
Die Frontotemporale Demenz (FTP) ist eine seltene Demenzform und beginnt meist im mittleren Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bei der Frontotemporalen Demenz sterben vor allem Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns ab, wo unter anderem die Emotionen und das Sozialverhalten kontrolliert werden. Das Projekt hat zum Ziel, die Behandlungsmöglichkeiten der FTP zu verbessern.
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Challenge
Die Frontotemporale Demenz (FTP) ist eine seltene Demenzform und beginnt meist im mittleren Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bei der Frontotemporalen Demenz sterben vor allem Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns ab, wo unter anderem die Emotionen und das Sozialverhalten kontrolliert werden. In der Folge kommt es zu Persönlichkeitsveränderungen und Veränderungen im zwischenmenschlichen Verhalten. Patienten fällt es zunehmend schwer, sozialen Normen zu entsprechen und sich angemessen zu verhalten. Teilnahmslosigkeit, Reizbarkeit, Taktlosigkeit und Enthemmung sind charakteristische Merkmale für ihr Verhalten.
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Need for Action
Die Diagnose und Einstufung von FTD-Patienten ist schwierig und kann bis zu drei Jahre dauern, zumal es keine Biomarker für nicht genetisch bedingte Formen der Krankheit gibt, was die Patientenversorgung erschwert.
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Measures
Durch die Umprogrammierung adulter Zellen in menschlich induzierte, pluripotente Stammzellen (hiPSCs) ist es möglich, Neuronen von FTD-Patienten zu gewinnen, während diese noch leben. Diese Technologie könnte eine Lösung für die Herausforderung der Diagnose und Stratifizierung von Patienten bieten. Menschliche iPSCs könnten dazu beitragen, die FTD-Diagnose zu beschleunigen und die spezifischen Proteinanomalien oder Proteinopathien bei Patienten zu identifizieren, während sie noch leben.
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Cooperation Partner
Dr. Sylvain Perriot, Universitätsspital Lausanne
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Impact
Durch die genaue Untersuchung der Gehirnzellen mittels digitaler holografischer Mikroskopie und Immunfärbung hoffen die Wissenschaftler, die spezifische Proteinopathie jedes Patienten zu erkennen. Dieser Ansatz könnte ein leistungsfähiges Instrument für eine bessere Kategorisierung der Patienten und eine bessere Behandlungsplanung darstellen.
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Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
Demenz Forschung Schweiz - Stiftung Synapsis ist die grösste Schweizer Förderstiftung im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung unter Leitung von Prof. Esther Stöckli/Universität Zürich, selektioniert die Gesuche nach strengen wissenschaftlichen Kriterien und in Zusammenarbeit mit internationalen Expertinnen und experten.