Heimspiel: Wissenschaft vor Ort
Project Duration January 1, 2026 - December 31, 2027

Heimspiel: Wissenschaft vor Ort

  1. Goal
    Die Bevölkerung in klein- und mittelgrossen Gemeinden sowie im ländlichen Raum setzt sich aktiv mit zentralen Fragen der Geistes- und Sozialwissenschaften auseinander und fühlt sich durch die persönlichen Begegnungen mit regional verankerten Forschenden ernst genommen und einbezogen. Die Teilnehmenden erleben die Forschung der Geistes- und Sozialwissenschaften als alltagsnah, relevant und verständlich und haben ihr Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit spürbar gestärkt. Personen, die üblicherweise nicht an akademischen Veranstaltungen teilnehmen, besuchen «Heimspiel»-Anlässe und treten dort in einen niedrigschwelligen Austausch mit Forschenden. Die Teilnehmenden diskutieren in einer familiären, unkomplizierten Atmosphäre gesellschaftlich relevante Themen und reflektieren ihre regionale Identität und Lebenswelt aus neuen Perspektiven. Die Forschenden vermitteln ihre Themen überzeugend einem breiten Publikum, erhalten wertvolle Rückmeldungen aus einer Aussenperspektive.
  2. Challenge
    Die Forschung der Geistes- und Sozialwissenschaften leistet einen wichtigen Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen, ihre tägliche Praxis und Arbeitsweise bleiben der breiten Bevölkerung jedoch oft verborgen. Insbesondere ausserhalb der urbanen Zentren gibt es kaum Berührungspunkte zwischen Forschenden und der lokalen Bevölkerung. Diese Distanz erschwert das Verständnis für wissenschaftliche Prozesse. Die Herausforderung besteht darin, diesen «Graben» zu überwinden und einen direkten Dialog auf Augenhöhe zu ermöglichen, um so Berührungsängste abzubauen und das Vertrauen in die Wissenschaft nachhaltig zu stärken.
  3. Need for Action
    In einer Zeit globaler Krisen, beschleunigter Transformationsprozesse und zunehmender gesellschaftlicher Spannungen sind die Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar für eine informierte Meinungsbildung und die Bewältigung dieser Herausforderungen. Da die Praxis dieser Forschung jedoch in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt ist, besteht dringender Handlungsbedarf, jetzt aktiv Brücken zu schlagen und Wissenschaft transparent zu machen.
  4. Measures
    Massnahmen: - Durchführung: Organisation von 20 Veranstaltungen in den Jahren 2026/2027, vorwiegend in ländlichen Regionen, bei denen Forschende an ihren Herkunftsort zurückkehren. - Format: Niederschwellige Abendanlässe an Alltagsorten (z. B. Cafés, Gemeindesäle) mit kurzem Impulsreferat (max. 30 Min.), Fokus auf offenem Dialog und abschliessendem Apéro. Mittel: - Personal & Know-how: Projektleitung und Eventmanagement, Strategie, Kommunikation, Netzwerk - Akteur:innen: Einbezug akademisch etablierter Forschender (Professor:innen, Post-Docs). - Infrastruktur: Nutzung bestehender lokaler Räumlichkeiten, was Kosten spart und Synergien schafft.
  5. Cooperation Partner
    Strategische Partner: Das Projekt wird von der Stiftung Science et Cité in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) umgesetzt. Die SAGW unterstützt dabei insbesondere bei der Strategie, der Kommunikation und der Suche nach Forschenden. Zudem besteht ein Austausch mit dem deutschen Partnerprojekt «Heimspiel Wissenschaft», um von deren Erfahrungen zu profitieren. Lokale Umsetzungspartner: Für die einzelnen Veranstaltungen arbeiten wir eng mit Partnern vor Ort zusammen. Dazu gehören: - Kulturlokale und Gemeindesäle - Schulen und Bibliotheken - Lokale Vereine und Gemeinden Diese Partner sind zentral für die Bereitstellung der Infrastruktur sowie für die Mobilisierung des lokalen Publikums über ihre eigenen Netzwerke.
  6. Impact
    Output: - Durchführung von 20 Veranstaltungen in den Jahren 2026/2027, vorwiegend in ländlichen Regionen und Kleinstädten. - Mobilisierung eines breiten, teils wissenschaftsfernen Publikums sowie Erzielung lokaler Medienpräsenz. Outcome: - Bevölkerung: Abbau von Berührungsängsten und Verständnis für wissenschaftliche Arbeitsweisen (Methoden, Fehlerkultur) durch persönlichen Dialog auf Augenhöhe. - Forschende: Training der Kommunikationsfähigkeiten und Gewinnung neuer Impulse durch die Aussenperspektive. Impact: - Nachhaltige Stärkung des Vertrauens in die Wissenschaft und Förderung einer informierten Meinungsbildung. - Überwindung des «Grabens» zwischen Forschung und Gesellschaft auch fernab der urbanen Zentren.
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    Das Projekt kehrt die übliche Logik um: Forschende warten nicht in der Uni, sondern kehren in ihre Heimatorte zurück. Durch diese persönliche Verbindung und die Wahl von Alltagsorten (z. B. Cafés) wird die Distanz zur Wissenschaft abgebaut. Der Fokus liegt dabei nicht auf Frontalunterricht, sondern auf dem Dialog auf Augenhöhe und dem Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise. Die Umsetzung erfolgt durch eine ideale Allianz: Science et Cité bringt die Expertise für Dialogformate und Eventmanagement ein, während die SAGW als Dachorganisation den Zugang zu exzellenten Forschenden und die fachliche Qualität sichert. Die erfolgreiche Pilotphase und das erfahrene Projektteam garantieren eine professionelle Realisierung.

Area of Impact