KIDZ – Spitaläquivalente Versorgung für Kinder und Jugendliche zu Hause
Project end: December 31, 2027

KIDZ – Spitaläquivalente Versorgung für Kinder und Jugendliche zu Hause

  1. Goal
    KIDZ ermöglicht Kindern und Jugendlichen eine sichere spitaläquivalente medizinische Versorgung in ihrem vertrauten Zuhause. Familien werden entlastet, stationäre Aufenthalte reduziert oder vermieden und knappe Spitalressourcen gezielt eingesetzt. Gleichzeitig entwickelt und evaluiert KIDZ ein evidenzbasiertes und übertragbares «Hospital at Home»-Modell für die Pädiatrie in der Schweiz.
  2. Challenge
    Kinder werden am liebsten dort gesund, wo sie sich sicher fühlen: zu Hause. Dennoch verbringen viele Kinder und Jugendliche Tage oder Wochen im Spital, obwohl ein Teil der Versorgung heute sicher im häuslichen Umfeld erbracht werden könnte. Stationäre Aufenthalte belasten Familien, binden knappe Ressourcen und verursachen hohe Kosten. Während sich «Hospital at Home»-Modelle in der Erwachsenenmedizin zunehmend etablieren, fehlt ein vergleichbares Angebot für die Pädiatrie in der Schweiz.
  3. Need for Action
    Die Kinder- und Jugendmedizin steht vor der Aufgabe, Versorgungsqualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig zu sichern. Es braucht Versorgungsmodelle, die medizinische Qualität, Sicherheit und Familienorientierung miteinander verbinden. KIDZ schliesst diese Versorgungslücke, indem spitaläquivalente Medizin ins häusliche Umfeld gebracht, Familien aktiv eingebunden und die Zusammenarbeit der beteiligten Gesundheitsakteure gestärkt wird. Die wissenschaftliche Evaluation schafft die Grundlage für eine nachhaltige Verankerung und Skalierung des Modells.
  4. Measures
    KIDZ erforscht ein innovatives interprofessionelles Versorgungsmodell, das ausgewählten Patient eine frühere Entlassung aus dem Spital oder den Verzicht auf einen stationären Aufenthalt ermöglicht. Die Behandlung erfolgt zu Hause, begleitet durch ein koordiniertes Fachteam und digitale Vernetzung. Familien werden gezielt geschult und begleitet, um Sicherheit und Gesundheitskompetenz zu stärken. Die wissenschaftliche Evaluation der Universität Basel untersucht die Wirksamkeit des Modells, die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie die Erfahrungen und Zufriedenheit von Patient, Familien und Fachpersonen. Die Ergebnisse fliessen direkt in die Qualitätsentwicklung ein und schaffen Evidenz für Sicherheit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Damit wird die Grundlage für eine nachhaltige Finanzierung und die langfristige Implementierung dieses zukunftsweisenden Versorgungsmodells geschaffen.
  5. Cooperation Partner
    Umsetzungs- und Fachpartner: - Verein hospitales – Entwicklungspartner für alle relevanten Konzepte, mit Erfahrungswissen aus der Erwachsenenmedizin - Universität Basel – klinische Expertise und wissenschaftliche Begleitung in pädiatrischer Versorgung und Forschung - Swiss Hospital at Home Society (SHaHS) – Koordination und Vernetzung der beteiligten Gesundheitsakteure - Spitex Basel – häusliche Pflege und Nachsorge sowie Verbindung von ambulanter und stationärer Versorgung - Stiftung MNZ (Medizinische Notruf Zentrale) – fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzt:innen und Spezialist:innen - Lungenliga beider Basel und Baselstädtischer Apotheker-Verband – Unterstützung bei Sauerstoff und Medikamenten
  6. Impact
    KIDZ ermöglicht eine sichere und familienzentrierte Versorgung zu Hause, reduziert stationäre Aufenthalte und stärkt die Gesundheitskompetenz von Familien. Langfristig trägt das Modell zu einer qualitativ hochwertigen, wirtschaftlichen und bedarfsgerechten pädiatrischen Versorgung bei. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen, eigenfinanzierten Prä-Pilot mit rund 20 Kindern (2025) werden im Pilotjahr 2026 die ersten 100 Kinder und Jugendliche spitaläquivalent zu Hause betreut. Bereits rund CHF 1'250 ermöglichen die sichere häusliche Betreuung eines Kindes inklusive Monitoring und Schulung der Familie; die Gesamtkosten je Kind liegen bei rund CHF 9'300 inklusive Versorgung, Projektarbeit, wissenschaftlicher Evaluation und Gemeinkosten. Über Tardoc- und Spitex-Tarife fliessen rund CHF 77'000 in die Finanzierung zurück – Fördermittel werden so mit zusätzlicher Hebelwirkung eingesetzt und ebnen den Weg zur angestrebten Regelfinanzierung ab 2027.
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    KIDZ verbindet erstmals in der Schweizer Pädiatrie spitaläquivalente Medizin, familienzentrierte Versorgung und wissenschaftliche Evaluation zu einem übertragbaren Modell. Es schafft kein isoliertes Versorgungsangebot, sondern verknüpft bestehende Akteure des Gesundheitswesens zu einer koordinierten, sicheren Versorgung im häuslichen Umfeld. Die Heart-Based Medicine Foundation entwickelt und erprobt gemeinsam mit führenden Fach- und Umsetzungspartnern neue menschenzentrierte Gesundheitsmodelle. Die enge Zusammenarbeit mit Kliniken, Forschungseinrichtungen, Versorgungsorganisationen und Förderpartnern ermöglicht eine wirksame Umsetzung, wissenschaftliche Evaluation und nachhaltige Weiterentwicklung von KIDZ.

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