Kovive-Betreuungsangebote
Project Duration January 1, 2026 - December 31, 2026

Kovive-Betreuungsangebote

  1. Goal
    Ziel von Kovive ist es, sozial und finanziell benachteiligten Kindern in der Schweiz durch die Betreunngsangebote soziale Teilhabe und ein zweites Zuhause zu ermöglichen. Kovive fungiert als Dienstleistungsanbieter im Kontext Kinderschutz und stellt das Angebot u.a. auf Grundlage von ausgesprochenen Kinderschutzmassnahmen zur Verfügung. Denn Kinder brauchen Halt, Schutz und Geborgenheit, insbesondere wenn die Eltern dies nicht bieten können. Dank sorgfältig rekrutierten Betreuungspartner*innen kann Kovive jährlich rund 30 betroffenen Kindern ein zweites Zuhause vermitteln.
  2. Challenge
    In der Schweiz sind rund 100'000 Kinder von Armut betroffen, 315‘000 sind von Armut bedroht und 2‘084 Kinder sind Kindswohlgefährdungen ausgesetzt. Kovive unterstützen Kinder aus prekären Familienverhältnissen (instabile Familiensituationen, finanzielle Not oder psychosoziale Belastungen) in der Schweiz, deren Entwicklung gefährdet ist. Ohne gezielte Unterstützung drohen diesen Kindern Bildungsdefizite, soziale Isolation und langfristige Benachteiligung.
  3. Need for Action
    Kovive organisiert seit Jahrzehnten Betreuungsangebote - insbesondere für benachteiligte Kinder und Familien. Dabei können Kinder unbeschwerte Momente bei Kovive-Betreuungspartner*innen erleben. Eine oft dringend nötige Abwechslung zum belastenden Alltag zuhause. Jedes Kind hat Halt und Geborgenheit verdient. Die Qualität des Angebotes zeichnet sich durch hohe Professionalität aus. Es wirken gut ausgebildete Fachpersonen beim gesamten Prozess mit, das Wohl der Kinder steht immer im Zentrum und es wird auf die Bedürfnisse der Zielgruppe geachtet. Es steht beispielsweise ein 24h Bereitschaftsdienst zur Verfügung und es werden detaillierte Abklärungen der Betreuungspartner*innen durchgeführt.
  4. Measures
    Kovive bietet zwei Betreuungsangebote an: 1. Ferien- und Wochenendaufenthalte Kinder verbringen regelmässig Wochenenden oder Ferien bei Kovive-Betreuungspartner*innen. In dieser Zeit erleben sie Sicherheit, machen neue Erfahrungen und knüpfen soziale Kontakte, während die Herkunftsfamilie zeitlich und finanziell entlastet wird. 2. Dauerpflegeplätze Kinder, deren Herkunftsfamilien ihre elterlichen Kompetenzen nicht wahrnehmen können, finden in Kovive-Pflegefamilien ein stabiles Zuhause. Hier erleben sie beständige Beziehungen, Integrationschancen und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen. Kovive legt grossen Wert darauf, dass die Beziehung zur Herkunftsfamilie gewahrt bleibt. Kovive begleitet den gesamten Rekrutierungs-, Betreuungs-, und Abschlussprozess – von der sorgfältigen Auswahl bis zur laufenden Begleitung. Das Kindeswohl steht im Zentrum. Die Tagessätze der öffentlichen Hand decken die Ausgaben nicht, weswegen Kovive auf Unterstützung Dritter angewiesen ist.
  5. Cooperation Partner
    Kovive erhält Kostengutsprachen von Gemeinden und Kantonen für Massnahmen die u.a. durch die KESB ausgesprochen wurden. Die Vergütungen der Gemeinden und Kantone für die aufgenommenen Kinder oder für unsere Unterstützung direkt in den Familien, decken allerdings bei weitem nicht alle Aufwendungen. Deswegen sind wir auf finanzielle Unterstützung von Organisationen und Privatpersonen angewiesen, um die Betreuungsangebote sicherzustellen und den betroffenen Kindern ein zweites Zuhause bieten zu können.
  6. Impact
    Betreuungsangebote können eine vielfältige und nachweislich positive Wirkung auf die Entwicklung von Kindern haben: Sozialkompetenzen ∙ Beziehungsfähigkeit: Kinder lernen, neue Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu entwickeln – trotz möglicher früherer Enttäuschungen. ∙ Konfliktfähigkeit: Sie üben, sich in eine neue Familienstruktur einzufügen und mit unterschiedlichen Erwartungen umzugehen. ∙ Kennenlernen unterschiedlicher Werte und Normen: Betreuungspartner*innen haben eigene Regeln und Rituale. Kinder lernen, diese zu verstehen und sich darin zu orientieren. Selbstkompetenzen ∙ Resilienz: Kinder lernen mit Veränderungen und Krisen umzugehen, was ihre innere Stärke fördert. ∙ Selbstbewusstsein: Durch die Erfahrung, dass eine Pflegefamilie sie annimmt, können sie ein neues Gefühl von Selbstwert und Identität entwickeln. Fachkompetenzen ∙ Lebenspraktisches Wissen: Je nach Familie lernen sie neue Hobbys und praktische Fertigkeiten kennen (z.B. Kochen). ∙ Sportliche Fähigkeiten
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    Die kontinuierliche Verbesserung der pädagogischen und strukturellen Qualität steht im Mittelpunkt unserer Arbeit: Kindsschutz Um den Kindsschutz zu wahren, werden die Strafregisterauszüge (Privat- und Sonderprivatauszug) von Betreuungspartner*innen regelmässig eingeholt. Personen, die sich engagieren möchten, durchlaufen vor Aufnahme ein detailliertes Abklärungsverfahren. Aufsicht und Vernetzung Kovive unterliegt der kantonalen Fachaufsicht des Kantons Luzern und durchläuft regelmässige Überprüfungen und Audits. Kovive ist Mitglied bei Fachorganisationen, um sich zu vernetzen und die Qualität der Begleitung und Beratung sicherzustellen. Regelmässige Gespräche Durch die regelmässigen Gespräche mit den Betreuungspartner*innen und den Kindern besteht ein Austauschfluss, um allfällige Störgefühle schnell aufzufangen und angehen zu können.

Area of Impact