Musiktherapie für kranke Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Kinderspital Zentralschweiz

  1. Goal
    Kranke Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Kinderspital Zentralschweiz erleben Musiktherapie als festen Bestandteil ihrer Behandlung. Sie fühlen sich emotional gestärkt, können Ängste abbauen und finden neuen Mut im Heilungsprozess. Die Musiktherapie ist auf allen relevanten Abteilungen etabliert, wird regelmässig angeboten und von Ärzteschaft, Pflege und Eltern als wertvolle Ergänzung der medizinischen Therapie geschätzt. Bis Ende 2026 ist die Finanzierung langfristig gesichert und das Spital trägt die Kosten zunehmend selbst. Langfristig trägt das Projekt dazu bei, dass Kunsttherapie in der Schweiz als wirksame, gesundheitsfördernde und kosteneffiziente Ergänzung zur Medizin anerkannt wird – zum Wohle der Kinder und Familien, die schwere Krankheiten besser bewältigen können.
  2. Challenge
    Schwer kranke Kinder und Jugendliche im Kinderspital Zentralschweiz sind während ihres Spitalaufenthalts einer grossen emotionalen und psychischen Belastung ausgesetzt. Ängste, Überforderung und Traumata beeinflussen ihre Genesung und das Wohlbefinden der ganzen Familie. Musiktherapie kann hier wirksam helfen – sie fördert Ruhe, Vertrauen und emotionale Stabilität. Trotz erwiesener Wirksamkeit ist Kunst- und Musiktherapie in der Schweiz bislang weder im Krankenversicherungsgesetz verankert noch strukturell im Gesundheitssystem abgesichert. Das Kinderspital steht gleichzeitig unter finanziellem Druck: Pädiatrische Behandlungen werden über Tarifsysteme vergütet, die die spezifischen Bedürfnisse von Kindern unzureichend abbilden. Dadurch fehlt es an Ressourcen, um das Angebot ohne externe Unterstützung langfristig zu sichern. Die Herausforderung besteht darin, die Musiktherapie dauerhaft im Spital zu verankern und ihre Finanzierung nachhaltig sicherzustellen.
  3. Need for Action
    Musiktherapie leistet einen entscheidenden Beitrag zur ganzheitlichen Behandlung von schwer kranken Kindern – sie reduziert Stress, lindert Schmerzen und stärkt die emotionale Widerstandskraft. Dennoch ist sie im Schweizer Gesundheitssystem noch nicht fest verankert und wird nicht durch die Krankenkassen finanziert. Ohne externe Unterstützung kann das Kinderspital Zentralschweiz das bewährte Angebot nur eingeschränkt weiterführen. Jetzt zu handeln ist entscheidend: Das Projekt befindet sich in der Stabilisierungsphase, in der die langfristige Verankerung und Übernahme durch das Spital vorbereitet wird. Wird diese Phase nicht konsequent weitergeführt, droht ein Rückschritt – wertvolle Strukturen, therapeutisches Know-how und Vertrauen bei Patient:innen und Fachpersonal könnten verloren gehen. Eine kontinuierliche Unterstützung stellt sicher, dass die erzielten Erfolge gefestigt und die Musiktherapie als fester Bestandteil der pädiatrischen Versorgung etabliert werden kann.
  4. Measures
    Um das Ziel zu erreichen, wird die Musiktherapie im Kinderspital Zentralschweiz kontinuierlich angeboten, begleitet und fachlich weiterentwickelt. Eine diplomierte Musiktherapeutin führt rund 1’500 Sitzungen pro Jahr mit hospitalisierten Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen durch. Die Behandlungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Ärzteschaft, Pflege und Psycholog:innen und werden individuell auf das Alter und die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt. Parallel unterstützt die Fondation ART-THERAPIE das Spital mit begleitenden Massnahmen: - Fachliche Begleitung und Supervision der Therapeutin - Monitoring und Evaluation (jährliche Berichte mit quantitativen und qualitativen Daten) - Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit, um Akzeptanz und Bekanntheit der Musiktherapie zu stärken Suche nach Anschlussfinanzierungen, um die Eigenständigkeit des Spitals sicherzustellen Erforderliche Mittel: 40%-Stelle Musiktherapeutin, Koordination durch Stiftung, Instrumente
  5. Cooperation Partner
    Zentraler Projektpartner ist das Kinderspital Zentralschweiz (KidZ) am Kantonsspital Luzern, insbesondere die Chefärztin Pädiatrie, Dr. Nicole Ritz, sowie das interdisziplinäre Team aus Pflegefachpersonen, Ärzt:innen, Psycholog:innen und Therapeut:innen. Die enge Zusammenarbeit gewährleistet eine optimale Integration der Musiktherapie in den klinischen Alltag und den fachlichen Austausch zwischen Medizin und Therapie. Zusätzlich arbeitet die Fondation ART-THERAPIE mit weiteren Schweizer Kinderspitälern zusammen, um den Wissenstransfer und den Austausch bewährter Methoden zu fördern. Für Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung bestehen punktuelle Kooperationen mit Fachmagazinen und regionalen Medien, um die Bedeutung der Kunsttherapie bekannter zu machen und die langfristige Verankerung im Gesundheitssystem zu unterstützen.
  6. Impact
    Jährlich profitieren rund 300 hospitalisierte Kinder und Jugendliche von über 1’500 professionell begleiteten Musiktherapie-Sitzungen im Kinderspital Zentralschweiz. Die Therapie fördert Entspannung, Vertrauen und emotionale Stabilität und erleichtert den medizinischen Behandlungsprozess. Eltern erleben Entlastung und finden neue Wege der Kommunikation mit ihrem Kind. Auch das medizinische Personal profitiert durch ein ruhigeres Arbeitsumfeld und wertvolle Einblicke in die emotionale Situation der Patient:innen. Langfristig stärkt das Projekt die Akzeptanz von Kunst- und Musiktherapie als wirksame Ergänzung zur Medizin. Es trägt dazu bei, dass ganzheitliche Therapieformen im Schweizer Gesundheitssystem verankert werden und Kinder, Familien und Fachpersonen nachhaltig von einer menschlicheren, ressourcenorientierten Gesundheitsversorgung profitieren.
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    Das Projekt zeichnet sich durch seine ganzheitliche, wissenschaftlich fundierte Herangehensweise aus: Musiktherapie wird gezielt in den klinischen Alltag integriert und individuell auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Therapeutin, Ärzteschaft und Pflege schafft eine nachhaltige Verbindung zwischen Medizin und Kunst. Dadurch entsteht ein Modellprojekt mit Vorbildcharakter für andere Spitäler. Die Fondation ART-THERAPIE verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Implementierung und Begleitung von Kunsttherapieprogrammen an Schweizer Kinderspitälern. Dank ihres Netzwerks aus Fachpersonen, Spitalleitungen und Therapeut:innen sowie einem bewährten Monitoring- und Evaluationssystem stellt sie Qualität und Wirkung langfristig sicher. Ihre Glaubwürdigkeit beruht auf nachweisbaren Erfolgen, transparenter Mittelverwendung und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit führenden Spitälern der Schweiz.

Area of Impact