Refettorio Genf: Würde, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion durch Ernährung für die Bedürftigsten

  1. Goal
    Das Refettorio Genf ist eine soziale Initiative, die seit 2022 Lebensmittelüberschüsse in hochwertige Mahlzeiten und Momente der Würde, Fürsorge und Inklusion verwandelt. Durch die Verarbeitung unverkäuflicher Produkte zu gesunden Gerichten, serviert in einem einladenden und künstlerischen Rahmen, bietet es unmittelbare Unterstützung für Menschen in Not und fördert zugleich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit. Bis 2026 will das Refettorio 15 000 kostenlose Abendmahlzeiten anbieten, das Recht auf Nahrung durch Kampagnen und Partnerschaften stärken, innovative Lösungen wie die Rapid Relief Kitchen ausbauen und weiterhin über die Bedeutung nachhaltiger Ernährungssysteme informieren.
  2. Challenge
    Die Ernährungsunsicherheit betrifft einen wachsenden Teil der europäischen Bevölkerung und wird durch nicht nachhaltige Ernährungssysteme, steigende Lebenshaltungskosten und anhaltende sozioökonomische Ungleichheiten weiter verschärft. Im Kanton Genf bleibt trotz eines hohen Wohlstandsniveaus eine bedeutende Anzahl von Menschen vom Zugang zu einer gesunden, ausreichenden und würdevollen Ernährung ausgeschlossen. Angesichts dieser Realität engagiert sich die Fondazione Mater für soziale Inklusion, das Recht auf Nahrung und Nachhaltigkeit durch innovative Ansätze. Das Refettorio ist weit mehr als eine punktuelle humanitäre Antwort: Es handelt sich um ein soziales, solidarisches und inklusives Restaurant (SSIR), das ein Modell sozialer Ökonomie verkörpert, überschüssige Lebensmittel aufwertet und gleichzeitig Begegnung, Anerkennung und neue Chancen schafft.
  3. Need for Action
    Seit 2022 hat sich das Refettorio als der einzige Ort in Genf etabliert, der jeden Abend kostenlose Mahlzeiten für vulnerabile Personen anbietet – und damit eine historische Lücke im lokalen Lebensmittelhilfesystem schließt. Sein zirkuläres Wirtschaftsmodell beruht auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Die Einnahmen aus kostenpflichtigen Mittagessen und privaten Veranstaltungen finanzieren die Abendmahlzeiten und sichern so einen gerechten Zugang zu hochwertiger Ernährung für alle. Das Refettorio bietet täglich 70–90 kostenlose Abendmahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln. Es führt Bildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen zu nachhaltiger Ernährung durch, organisiert kulturelle und gemeinschaftliche Anlässe und mobilisiert ein vielfältiges Freiwilligennetz, das Solidarität und Teilhabe stärkt.
  4. Measures
    Das Refettorio bietet täglich 70–90 kostenlose Abendmahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln. Es führt Bildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen zu nachhaltiger Ernährung durch, organisiert kulturelle und gemeinschaftliche Anlässe und mobilisiert ein vielfältiges Freiwilligennetz, das Solidarität und Teilhabe stärkt.
  5. Cooperation Partner
    Wir arbeiten mit einem Netzwerk von über 50 Partnerorganisationen zusammen – humanitären, karitativen und sozialen Einrichtungen in Genf –, die uns dabei unterstützen, unsere Begünstigten auszuwählen.
  6. Impact
    Seit 2022 ist das Refettorio Genf der einzige Ort, der jeden Abend kostenlose Mahlzeiten für Menschen in prekären Situationen anbietet und damit eine zentrale Lücke in der lokalen Lebensmittelhilfe schließt. Sein zirkuläres Modell finanziert die Abendmahlzeiten durch Einnahmen aus Mittagessen und privaten Anlässen und ermöglicht so allen einen fairen Zugang zu hochwertiger Ernährung. Das Refettorio richtet sich an Sans-Papiers und Asylsuchende, obdachlose Personen, ältere oder arbeitslose Menschen sowie einkommensschwache Familien. Seit Januar 2022 wurden über 30 000 Mahlzeiten ausgegeben, mehr als 25 Tonnen Lebensmittel gerettet, über 150 kulturelle Anlässe organisiert und mehr als 400 Freiwillige mobilisiert. Damit leistet das Refettorio einen wesentlichen Beitrag zu Würde, Inklusion und Nachhaltigkeit.
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    Die Aktivitäten des Refettorio beruhen auf vier Säulen: Lebensmittelrettung durch Verarbeitung lokaler Überschüsse; soziale Inklusion durch ein solidarisches Modell mit würdigem Zugang zu hochwertigem Essen; Ausbildungs- und Integrationsprogramme für Menschen fern des Arbeitsmarkts; sowie die Förderung der lokalen Wirtschaft durch Kooperationen mit Produzenten und Geschäften. Die Finanzierung stammt aus Stiftungen (55 %), Unternehmensspenden (5 %), Einzelspenden und Sachleistungen (5 %), eigenen Einnahmen (25 %) und Tischpatenschaften (10 %). Die Stiftung verfolgt finanzielle Nachhaltigkeit durch diversifizierte Partnerschaften, Spendenkampagnen und eigene Erlöse. Die Wirkung wird mittels täglicher Daten, qualitativer Rückmeldungen und Jahresberichte gemessen. Die Fondazione Mater verfügt über ausgewiesene Expertise und ist in der Schweiz einzig mit «100 % Zero Food Waste» und Fourchette Verte Ama Terra zertifiziert.

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