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Goal
Wir verfolgen zwei miteinander verbundene Ziele:
1. Kreislaufkultur im Alltag stärken.
Wir möchten erreichen, dass Familien und Quartiere entlastet werden, indem Menschen Gegenstände, Talente und Alltagshilfe kosten- und geldfrei teilen können. Dadurch reduzieren wir materielle Belastungen, ermöglichen nachhaltigen Konsum und stärken lokale soziale Netze. Die dafür notwendige Infrastruktur ist bereits entwickelt und erprobt.
2. Lernkultur in Schulen erneuern.
Wir wollen Kindern ermöglichen, durch reale Projekte soziale Kompetenzen, Zusammenarbeit und Verantwortungsübernahme zu entwickeln – und gleichzeitig Lehrpersonen spürbar zu entlasten. Internationale Piloten zeigen klare Wirkungen: weniger Konflikte, mehr Engagement und ein stabileres Schulklima.
Unser Ziel ist ein praxistaugliches Modell, das im Alltag wie in Schulen Gemeinschaft stärkt und sich in unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten bewährt.
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Challenge
Immer mehr Menschen – insbesondere Familien und junge Menschen – erleben heute eine Kombination aus materiellem Stress, digitaler Überforderung und wachsender Einsamkeit. Obwohl wir ständig vernetzt sind, gehen echte soziale Verbindungen verloren; Nachbarschaften werden anonymer und ungenutzte Ressourcen bleiben liegen, während der alltägliche Druck steigt. Kinder und Jugendliche kämpfen zunehmend mit Orientierungslosigkeit, Angst und fehlender sozialer Sicherheit.
Gleichzeitig steht das Bildungssystem unter erheblichem Belastungsdruck. Lehrpersonen sind erschöpft, Konflikte und Mobbing nehmen zu und vielen Kindern fehlt der Raum, in dem sie Zusammenarbeit, Mitgefühl und Verantwortungsübernahme praktisch erfahren können. Projektorientiertes Lernen wäre wirksam, scheitert jedoch oft an fehlenden Strukturen und Zeit.
Warum dieses Projekt jetzt notwendig ist: Unsere Gesellschaft braucht dringend einfache, zugängliche Wege, um materielle, soziale und digitale Überlastung zu reduzieren.
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Need for Action
Viele Menschen möchten heute mehr beitragen als nur konsumieren: Sie möchten weitergeben, helfen, ihre Talente einbringen – und dafür Wertschätzung erfahren. Doch im Alltag fehlt oft der einfache Weg, solche Beiträge sichtbar zu machen und dankbar miteinander zu teilen. Gleichzeitig wünschen sich Familien Entlastung und mehr Verbindung.
In Schulen zeigt sich dieser Bedarf besonders deutlich: Kinder brauchen konkrete Möglichkeiten, im Unterricht und darüber hinaus gemeinsam Projekte umzusetzen – etwa einander bei Aufgaben zu helfen, Materialien zu teilen, Pausenaktivitäten zu organisieren oder Verantwortungsrollen im Schulalltag zu übernehmen. Solche Erfahrungen stärken Mut, soziale Kompetenz und Freude am Lernen. Lehrpersonen wiederum benötigen verlässliche Unterstützung, damit diese gemeinschaftsbildenden Prozesse nicht zusätzlich belasten, sondern entlasten.
Der Handlungsbedarf besteht darin, praktische, erprobte Wege verfügbar zu machen.
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Measures
In der Schweiz stärken wir Sharing-Communities, in denen Familien Gegenstände, Talente und Alltagshilfe kosten- und geldfrei weitergeben. Dazu organisieren wir regelmässige Community-Treffen, Austauschformate und familienfreundliche Veranstaltungen wie Spielzeug- und Kinderartikel-Tauschkonzerte. Diese Angebote schaffen Verbindung, aktivieren brachliegende Talente und erleichtern besonders jungen und neu zugezogenen Familien den Zugang zu einem tragenden sozialen Netz.
Im schulischen Umfeld ermöglichen wir Lehrpersonen, gemeinschaftsbildende Aktivitäten einfach und ohne Zusatzaufwand umzusetzen. Kinder gestalten dabei konkrete Projekte mit: Sie pflegen Schulgärten, betreuen Materialkreisläufe, organisieren kleine Pausenangebote, unterstützen in der Mensa oder beim Kompost, oder entwickeln Theater- und Musikinitiativen. Solche wiederkehrenden Beiträge stärken soziale Kompetenz, Verantwortung und Zusammenarbeit – und sind dank klarer Abläufe leicht skalierbar.
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Cooperation Partner
Kollaboration ist die Grundlage all unserer Arbeit: Unsere Wirkung entsteht dort, wo Menschen, Institutionen und Gemeinschaften gemeinsam handeln. Im Bereich Kreislaufkultur arbeiten wir mit nachhaltigen Läden, Kulturcafés sowie Nachbarschafts- und Familieninitiativen zusammen. Sie ermöglichen Community-Treffen, Tauschformate und Familienveranstaltungen und schaffen Orte echter Teilhabe für neue und etablierte Familien.
Im Bildungsbereich kooperieren wir eng mit unseren Pilotschulen, die unsere gemeinschaftsbildenden Lernprozesse praktisch umsetzen. Für die Wirkungsmessung arbeiten wir mit der Universität Paraná zusammen – einem zentralen akademischen Partner, der die Wirksamkeit und Skalierbarkeit unseres Ansatzes sichtbar macht.
Auch technologisch entwickeln wir in Co-Kreation mit verantwortungsvollen Partnern wie Apps with Love und Threefold. Gemeinsam gestalten wir eine digitale Infrastruktur, die dem Menschen dient und Begegnung sowie Beziehung unterstützt – nicht umgekehrt.
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Impact
Unsere Arbeit entfaltet Wirkung, weil sie Ressourcen sichtbar macht, die im Alltag oft fehlen: Zeit, Talente, Unterstützung und soziale Kapazitäten. In den Sharing-Communities erleben Familien spürbare Entlastung, weil Dinge und Fähigkeiten, die sonst brachliegen, geteilt und sinnvoll weitergegeben werden. Dies stärkt Vertrauen, erleichtert den Alltag und fördert stabile Nachbarschaften – besonders für junge und neu zugezogene Familien, die schnell Anschluss finden und sich getragen fühlen.
In Schulen zeigt sich die Wirkung besonders klar: Wenn Kinder Verantwortung übernehmen, einander unterstützen und gemeinsame Projekte gestalten, entstehen weniger Konflikte und deutlich weniger Bullying. Engagement, Mitgefühl und Selbstwirksamkeit nehmen sichtbar zu. Internationale Piloterfahrungen zeigen mehr Ruhe im Schulalltag, mehr Beteiligung der Kinder und eine spürbare Entlastung der Lehrpersonen, weil klare, einfache Abläufe gemeinschaftsorientiertes Lernen ohne Zusatzaufwand ermöglichen.
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Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
Die besondere Qualität unseres Projekts liegt darin, dass es zwei heute zentrale Bedürfnisse verbindet: eine lebendige Kreislaufkultur im Alltag und eine gemeinschaftsbildende Lernkultur in Schulen. Beide folgen derselben Grundhaltung: Menschen möchten beitragen, sich gegenseitig unterstützen und mit ihren Talenten wirksam werden. Unser Ansatz macht dieses Potenzial sichtbar und leicht zugänglich – für Familien, Nachbarschaften und Kinder im Schulalltag.
Unser Team ist besonders geeignet, dieses Projekt umzusetzen, weil wir eine seltene Kombination aus pädagogischer Erfahrung, technologischer Verantwortung und international erprobter Praxis vereinen. Die Pilotprojekte u.a. in Brasilien und Israel zeigen klare Wirkung: weniger Konflikte, mehr Engagement und ein stabileres Schulklima. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Paraná stärkt Qualität und Skalierbarkeit.