Project Duration July 1, 2025 - June 30, 2026

Verbesserung der Mutter-, Neugeborenen- und Kindergesundheit (MNCH)

  1. Goal
    Das vorgeschlagene Projekt soll zur Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit beitragen, sowie den generellen Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen stärken und Gesundheitspersonal ausbilden. Zu diesem Zweck sieht das Projekt die Einrichtung von Kliniken für die vor- und nachgeburtliche Betreuung sowie die Bereitstellung qualifizierter Hebammen vor Ort zur Begleitung der Intrapartalen und Postpartalen Versorgung vor. Zudem soll der Zugang zu lebensrettenden, hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen verbessert werden, darunter Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder, sexuelle und reproduktive Gesundheit, grundlegende psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung sowie Gesundheitsdienstleistungen im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt für von Krisen betroffene Bevölkerungsgruppen. Die Dienstleistungen werden in zwei Kreiskrankenhäusern, vier primären Gesundheitsversorgungseinrichtungen und vier kommunalen Gesundheitseinrichtungen angeboten.
  2. Challenge
    Im Verwaltungsgebiet Greater Pibor (GPAA) sind der schlechte Zugang zu und die unzureichende Inanspruchnahme von Basisgesundheits- und Ernährungsdienstleistungen sowie von Wasser-, Sanitär- und Hygienedienstleistungen (WASH) die vorherrschenden Herausforderungen. Nur 39 % der Kinder unter einem Jahr sind vollständig geimpft, was sich in der hohen Säuglingssterblichkeitsrate von schätzungsweise 60 Todesfällen pro 1000 Geburten widerspiegelt. Malaria macht 36 % der von Gesundheitseinrichtungen gemeldeten Diagnosen aus. Dem Gesundheitssystem mangelt es an ausreichend qualifiziertem Personal: 60 % der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Bezirks sind ungeschult und den Gesundheitsdiensten fehlen die erforderlichen Medikamente und Geräte. In der GPAA sind die Gesundheitsinfrastrukturen entweder zusammengebrochen, baufällig oder gar nicht vorhanden. Von 27 Einrichtungen sind nur 15 funktionsfähig, von denen 13 derzeit von ForAfrika/UNICEF unterstützt werden.
  3. Need for Action
    Im ganzen Südsudan ist das Gesundheitssystem schwach, es mangelt stark an medizinischem Personal und die Gesundheitseinrichtungen funktionieren nur unzureichend. Die Einschränkung abgelegener Orte erschwert den Zugang zu Dienstleistungen für die betroffenen Menschen. Aufgrund des akuten Mangels an medizinischem Personal und der unzureichenden Gesundheitsinfrastruktur ist der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen schlecht. Daten aus ForAfrika’s laufenden Gesundheitsprogramm zeigen, dass nur 46,7 % der schwangeren Frauen eine Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Nur 14,7 % der Entbindungen werden von qualifizierten medizinischen Fachkräften begleitet und nur 12,3 % der Geburten finden in Einrichtungen statt. Um die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate zu senken und den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu stärken, bedarf es Training, Aufbau und Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen, Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen und Ausrüstung von Medikamenten.
  4. Measures
    Das Projekt sieht die Einrichtung von Kliniken für die vor- und nachgeburtliche Betreuung sowie die Bereitstellung qualifizierter Hebammen vor Ort zur Begleitung der Intrapartalen und Postpartalen Versorgung vor. Zudem soll der Zugang zu lebensrettenden, hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen verbessert werden, darunter Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder, sexuelle und reproduktive Gesundheit, grundlegende psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung sowie Gesundheitsdienstleistungen im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt für von Krisen betroffene Bevölkerungsgruppen. Die Dienstleistungen werden in zwei Kreiskrankenhäusern, vier primären Gesundheitsversorgungseinrichtungen und vier kommunalen Gesundheitseinrichtungen angeboten. Das Gesundheitspersonal in den Gemeinden wird in den Bereichen gezielte Schwangerschaftsvorsorge, Geburtshilfe, Neugeborenenpflege, postnatale Versorgung, Gesundheitsaufklärung für Mütter und Neugeborene und Impfungen geschult.
  5. Cooperation Partner
    Um die Wirkung des Projekts zu verstärken, nutzt ForAfrika bestehende Gesundheitsmaßnahmen in Pibor. Dabei arbeitet ForAfrika direkt mit dem Community Health Department (CHD) zusammenarbeiten, um die Einhaltung der Standards des Gesundheitsprogramms des Gesundheitsministeriums sicherzustellen. Zusätzlich zum gemeinsamen Koordinierungsteam wird ForAfrika sich mit dem nationalen Gesundheitsministerium, dem SMoH, den CHDs und anderen relevanten Regierungsbehörden abstimmen, um sicherzustellen, dass die Projektaktivitäten konsequent verfolgt und aufeinander abgestimmt werden und das Gesundheitssystem auf allen Ebenen unterstützt wird. Ausserdem wird das Projekt die Funktionalität sektorübergreifender Foren stärken und die Beteiligung der Gemeinschaft sicherstellen. ForAfrika wird auch mit Plan International als Vertreter der UNOCHA bei der Koordination vor Ort und eng mit Gesundheitspartnern wie der Weltgesundheitsorganisation und Medair zusammenarbeiten.
  6. Impact
    Das Projekt soll ganzheitlich zur strukturellen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit beitragen: Die vom Projekt unterstützten Gesundheitseinrichtungen und anderen Investitionen/Dienstleistungen werden an die lokale Regierung des Verwaltungsbezirks Greater Pibor übergeben. Geschultes lokales Personal wird Teil des lokalen Gesundheitssystems und der Personalbasis. Dieses Personal wird mit besseren Fähigkeiten weiterarbeiten, um ein Einkommen zu erzielen und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Aufbau von Kapazitäten für gemeindebasierte Gruppen wie die Gesundheitskomitees, die Gemeindegesundheit und Ernährungshelfer wird dazu beitragen, das Engagement der Gemeinde für die langfristige Aufrechterhaltung der lokalen Gesundheitsversorgung zu festigen. Insgesamt sollen durch das Projekt 33’166 Personen (5'000 schwangere und stillende Frauen, 8'600 Kinder unter 5 Jahren und 19'566 Frauen im gebärfähigen Alter) erreicht werden.
  7. Special Quality of the Project; Suitability of the Organization
    Die Ausstiegsstrategie von ForAfrika konzentriert sich auf die Beteiligung der Gemeinschaft, die Förderung der Selbstversorgung und den Aufbau lokaler institutioneller Kapazitäten. Das Projekt wird von der Konzeption bis zum Abschluss eng mit den zuständigen Verwaltungsstrukturen auf allen Ebenen zusammenarbeiten. Auf diese Weise wird ein strategischer Übergang erreicht.

Area of Impact